🍀Vorstandsreise vom 16.09.-22.09.23🍀

Tag 1 

Mitten in der Nacht haben wir endlich die Grenze zu RumĂ€nien erreicht und konnten die wunderschöne Landschaft in der MorgendĂ€mmerung bewundern. Auf dem Weg haben wir viele Straßenhunde gesehen, wenn es möglich war haben wir natĂŒrlich angehalten, um die Hunde mit Essen zuversorgen. Dies war nur durch die vielen Spenden möglich, nochmals vielen Dank đŸ«¶Â 
Es war schön den Hunden fĂŒr einen Moment einen vollen Bauch zu bescheren. Allesamt waren tolle, freundliche Hunde und am liebsten möchte man alle mitnehmen, aber man muss realistisch bleiben. Alle sahen einigermaßen gesund und gut genĂ€hrt aus und wirkten sehr entspannt. Kurz vor unserem Ziel, auf einer einsamen Landstraße, lief uns eine abgemagerte HĂŒndin fast vors Auto. Als sie merkte das wir bremsen, rannte sie dem Auto hinterher und sprang uns in die Arme,  natĂŒrlich konnten wir sie nicht dalassen, sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Wir haben die kleine Hazel getauft ❀ Sie wird jetzt erstmal aufgepĂ€ppelt und kann sich dann auf die Suche nach einem FĂŒr-immer-Zuhause machen. Nach der langen Fahrt wurden wir mit einem wunderbaren FrĂŒhstĂŒck unter den Weinreben bei herrlichstem Wetter von Ines und Jule empfangen ❀ Urlaubsfeeling pur ☀So kann die Reise beginnen. 
Um den Tag perfekt zu beenden sind wir mit unserer tollen TierĂ€rztin Andrea, ihrem Mann und Kind und Carmen essen gegangen. Die GesprĂ€che waren sehr produktiv, interessant und unglaublich lehrreich. Wir sind wahnsinnig froh mit so netten und motivierten Menschen zusammenzuarbeiten, die die gleichen Ziele wie wir verfolgen. Es war ein wundervoller Abend und wir konnten Energie fĂŒr die nĂ€chsten Tage sammeln. 
Noapte bună 🌜

Tag 2 

Nach einer sehr erholsamen Nacht sind wir hoch motiviert in den Tag der Kastrationskampagne bei Silvia Rugina gestartet. Sie hatte im Vorfeld viele Anwohner informiert und es gab viele Zusagen, aber mit so einen großen Andrang haben wir nicht gerechnet. Es kamen durchgehend immer wieder Leute mit Katzen und Hunden und viele haben auch geholfen noch Tiere auf der Straße einzufangen. Unser Tierarzt Darius hat insgesamt 87 Hunde und Katzen und zwei Ziegen kastriert, was fĂŒr eine Leistung. Es hat sich mehr als gelohnt! Wir haben wunderbare und sympathische Menschen kennengelernt. Jedes Mal sind wir aufs Neue gerĂŒhrt, von der rumĂ€nischen Gastfreundschaft und Herzlichkeit. Alle haben sich mehrmals bedankt und waren sehr froh ĂŒber das Angebot. Es ist nĂ€mlich nicht so, wie viele denken, dass Menschen in RumĂ€nien ihre Tiere egal sind, sondern eher das Gegenteil ist der Fall. Die Möglichkeiten sind einfach sehr begrenzt, grade in den kleinen Dörfern wo es keinen Tierarzt gibt.  Auch hatten wir noch einige Spenden wie HalsbĂ€nder, Leinen, Geschirre und Leckerlies dabei, welche von den Anwohnern dankend angenommen wurden. FĂŒr ein paar Hunde, die an der Kette leben, hatten wir passende Geschirre dabei um ihnen die Kettenhaltung etwas angenehmer zu machen. Auch wenn der Tag fĂŒr alle Beteiligten sehr anstrengend war, sind wir ĂŒberglĂŒcklich das die Kampagne so erfolgreich war. Soviel Tierleid welches verhindert werden konnte und das dank euch und euren Spenden ❀ mulțumesc !

Tag 3

Heute war ein ganz besonderer Tag,  denn wir hatten unseren Termin im Rathaus Sascut. 
Schon im FrĂŒhling waren wir per Email mit der "primaria" in Kontakt. Es ist in RumĂ€nien alles andere als selbstverstĂ€ndlich, dass sich die Stadtverantwortlichen fĂŒr ein Tierheim und die Zusammenarbeit mit einem deutschen Verein interessieren.
Punkt 11 Uhr wurden wir vom BĂŒrgermeister und seinem Stellvertreter in ihr BĂŒro gebeten. 
Unsere Dolmetscherin,  eine rumĂ€nische TierschĂŒtzerin, die selbst ein großes Shelter betreibt, war natĂŒrlich allererste Wahl, da sie mit der Problematik bestens vertraut ist, und alle unsere WĂŒnsche und Vorstellungen hervorragend rĂŒberbringen konnte. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an NicolettađŸŒč.
Knapp eine Stunde konnten wir mit dem BĂŒrgermeister ĂŒber die Versorgung der Hunde, die Notwendigkeit eines Welpenzwingers, die kĂŒnftige Autorisierung des Tierheims und unsere Vorstellungen bezĂŒglich der tierĂ€rztlichen Versorgung sprechen. 
Es ist natĂŒrlich erst der Anfang, aber es ist soo wichtig, mit den Verantwortlichen ins GesprĂ€ch  zu kommen, und eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit aufzubauen. 
Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich beim BĂŒrgermeister und seinem Stellvertreter.

Danach ging es zum Tierheim. Alle Hunde freuten sich ĂŒber eine Extraportion Streicheleinheiten und wir konnten viele Hunde einschĂ€tzen, bei denen wir uns unsicher waren,  ob sie fĂŒr eine Vermittlung geeignet sind.🐕🐕🐕

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine ganz traurige Nachricht. Unser Sasco war gestern aus dem Strohraum ausgebrochen,  hatte sich dabei schwer verletzt und war auch noch gebissen worden. Wir ließen ihn vom Tierarzt wieder zusammenflicken und fanden abends noch einen Einzelplatz bei einem lieben RumĂ€nen fĂŒr ihn. Leider hat er es trotz allem nicht geschafft, und ist heute fĂŒr immer eingeschlafen. 
R.I.P. lieber Sasco, wir sind sooooo traurig. Du warst so lieb🌈🌈🌈🌈🌈. Gute Reise, komm gut ĂŒber den Regenbogen, wir werden Dich niemals vergessen.

Tag 4

Der Tag startete frĂŒh um 6, und zwar mit einiger Aufregung. 
Gestern abend wurde unserer Carmen ein Staff in die Hand gedrĂŒckt, der einfach zurĂŒckgelassen worden war.
Da wir im Tierheim in Sascut keine Möglichkeit haben , Hunde zu separieren, zerbrachen wir uns den Kopf, wo wir den muskulösen RĂŒden unterbringen sollen.
Unsere Sylvia hatte dann die zĂŒndende Idee, und so konnten wir den lieben Kerl heute in aller FrĂŒhe in sein neues Zuhause bringen. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Florin, der schon einmal einen Hund von uns adoptiert 
hat.
Unser Einsatz in Sascut und Visina fand somit ein gutes Ende,  und auf ging es  zu unserer Georgeta nach Mangalia. 
NatĂŒrlich gab es auch Zwischenstopps, gewollte und ungewollte...

Auf unserem Weg lag das Shelter von Nicoletta,  die wir tags zuvor als Dolmetscherin fĂŒr unseren Besuch beim BĂŒrgermeister kennengelernt hatten. Als kleines Dankeschön bewaffneten wir uns mit Hundefutter und Pralinen und machten einen Abstecher nach Focsani.
Nicoletta freute sich sehr, uns zu sehen, und aus den 5 min đŸŒčDanke sagenđŸŒč wurden 2,5 Stunden angeregter und interessanter GesprĂ€che. Nicoletta beherbergt 700 !!! Hunde, und man spĂŒrt förmlich, dass hier jemand mit Herz UND Verstand Hunde rettet und vor allem kastriert, kastriert,  kastriert. Eine beeindruckende, sympathische und tolle junge Frau.  DANKE, dass wir Dich kennenlernen durften, liebe Nicoletta. 

Weiter ging es Richtung Mangalia,  und schwupp, stand (un)planmĂ€ĂŸig ein spindeldĂŒrrer junger Hund am Straßenrand....aber natĂŒrlich nicht lange, denn nach einer halben Minute saß er bei uns im Auto...
5 Minuten spÀter turnte ein klitzekleines KÀtzchen beim Tanken unter unserem Van herum, ein Wunder, dass sie nicht lÀngst breitgefahren war. Auch sie fand Platz bei Vanessa auf dem 
Schoß. 
Anschließend holten wir von Madalina die letzten 3 Hunde, die wir dort in Pension hatten, und nahmen sie mit zu Georgeta. Sie werden dort mit den anderen Waldhunden gemeinsam 
leben.
FĂŒr unsere Dreiergang Welpen aus Sascut, die ihren schlimmen Husten inzwischen besiegt haben, organisierte Nena eine Pflegestelle bei Gina. So hielten wir auch dort an, um die kleinen MĂ€use abzuliefern. Wir sind riesig froh, dass die SĂŒĂŸen nicht in den kalten Tierheimzwinger zurĂŒck mĂŒssen. Danke, liebe Gina âŁïž

Der Tag neigte sich dem Ende zu, als wir endlich bei unserer lieben Georgeta auf den Hof fuhren.
Es ist schon etwas besonderes,  so herzlich begrĂŒĂŸt zu werden. Georgeta hatte natĂŒrlich fĂŒr uns gekocht, und so konnten wir nach einem langen Tag die FĂŒĂŸe unter den Tisch stecken und uns verwöhnen lassen.
Und nun geht's ab ins Bett.  
Noapte buna â­ïžđŸŒ›â­ïž

Tag 5 

Heute sind wir mit Georgeta, einem leckeren FrĂŒhstĂŒck am Meer, einem Strandspaziergang und einer Bootstour in den Tag gestartet. Es war herrliches Wetter und die kurze Auszeit nach der anstrengenden Arbeit der letzten Tage tat allen gut. Danach wurden wir bei Gina mit einem wunderbaren und reichlichen Mittagessen empfangen -Vă mulțumesc foarte mult đŸ„°  Danach waren wir mehr als satt. Gut gestĂ€rkt ging es nochmal zum Hof, wir mussten alles fĂŒr die Kastrationskampagne morgen vorbereiten und dann hieß es Fotos, Fotos, Fotos machen. Wir haben uns in zwei Teams aufgeteilt um alle Hunde zu fotografieren und ein wenig Zeit mit Ihnen zu verbringen. Die Hunde haben sich ĂŒber die extra Portion Streicheleinheiten sehr gefreut. Georgeta hat momentan sehr viele Junghunde auf dem Hof, die gefĂŒhlt tĂ€glich wachsen auch zum einschĂ€tzen der Characktere war der Nachmittag sehr wichtig. Dabei ist uns auch der ein oder andere neue Hund begegnet, die wir in den nĂ€chsten Tagen vorstellen werden. Die Zeit verging wie im Flug und schnell wurde es dunkel auf dem Hof. An unserem letzten gemeinsamen Abend entschieden wir uns noch eine Kleinigkeit in Vama Veche zu essen und den Abend mit einem leckeren Cocktail ausklingen zu lassen. 
NorocđŸč